Dienstag, 11. Mai 2010

20.03. - 30.03.2010 Sambia und Simbabwe

Sam_Track Nachdem wir in Malawi die staatlichen Organe finanziell unterstützt haben, entschliessen wir uns in Sambia die Privaten zu berücksichtigen. So lassen wir uns - mit grösster Wahrscheinlichkeit - an der Grenze beim Geldwechseln auf dem Schwarzmarkt übers Ohr hauen. Sambia fängt ja schon gut an;)....

... an der Brücke über den Luanga werden wir das erste Mal von offizieller Seite angehalten. Die Franzosen sind gleich hinter einem anderen Auto auf die Brücke (Traglast max 55t) gefahren. Nun, das mag die Militärpolizei die die Brücke "bewacht" gar nicht gerne. Es darf nämlich nur ein Auto aufs Mal die Brücke befahren. Mhhh, ich hab das am Vorabend noch im Reiseführer gelesen und hab brav gewartet bis "Nenesse" - der Landy von Martine und Armand - auf der anderen Seite angekommen war. Dort übten wir mit dem MP kurz ein bisschen "addieren" und kamen zum Schluss, dass...

 

... zwei PKW's (einer davon "europäisch")  äusserst selten auf ein Gesamtgewicht von 55t kommen. Bei 2 "afrikanischen" PKW's könnte dies aber durchaus mal vorkommen (siehe Sansibar;)).

 

In Lusaka übernachten wir auf dem Eureka-Camping. Ein wirklich netter Platz (Zebras, Antilopen etc inbegriffen). Wir werden dort von Nigerianern besucht welche uns ein Kilo Gold und ein paar Diamanten verkaufen wollten. Kurz die Taschen geleert, das wenige Geld auf den Tisch gelegt, gefragt ob dies reiche und es auch wirklich keine "Blood-Diamonds" seien, genügte. Die Typen zogen davon. Wir besuchen noch "Chikjmbuso" ein Projekt welches Witwen und deren Kindern unterstützt. Die Frauen stellen aus Plastiksäcken wundervolle Gebrauchsgegenstände her, Während ihre Kinder die angegliederte Schule besuchen.

 

Unsere Reise führt uns weiter über Choma - wo wir am Strassenrand gekaufte "Eierschwämme" gekocht und ohne Beschwerden überlebt haben - nach Livingstone an die Victoriafälle. Hier kommen wir in einem Backpacker unter und feiern Caro's Geburtstag. Die Fälle sind enorm. Ein echtes - wenn auch sehr feuchtes - Spektakel;)!

In Livingstone verabschieden wir uns ein weiteres Mal von Martine und Armand und machen uns auf den Weg über die Brücke nach Zimbabwe. Der Zollbeamte stempelt unser Carnet de Passage gleich zweimal. Als ich ihn darauf aufmerksam mache meint er nur. Easy, no Problem. Hm... für ihn ja nicht, aber für uns vielleicht schon. Wir wollen Zimbabwe ja an einem anderen Grenzübergang überqueren. Tja, we'll see...;)! Wir fahren weiter in den Hwange Nationalpark. Dort übernachten wir in einem wunderbar stillen, abgelegenen Camp. Vinzent - der Guard - macht uns ein schönes Feuer und wir plaudern noch ein bisschen mit ihm. Erst vor ein paar Tagen sei in der Nacht eine Herde Elefanten vorbeigezogen. Ob sie wohl wiederkommen? Früh am nächsten Morgen machen wir uns auf eine knapp 100km lange Schlaufe durch den Park. Man merkt, es ist nicht Saison in diesem Teil des Parks - die Tiere befinden sich an einem anderen Ort im Park. Nicht verwunderlich, der Park hat die Grösse Belgiens;).  Wir fahren also auf einer Piste die total überwachsen ist und suchen angestrengt nach irgendwelchen Lebewesen. Wir spotten ein paar Giraffen, einige Zebras einen Schakal, Wildhunde und eine Rappenantilope (die haben wir noch nie gesichtet;)).

Als wir den Park verlassen haben und wieder auf geteerten Strassen fahren wird es unserem Elk plötzlich ziemlich heiss ums Herz. Die Nadel der Kühlwassertemperaturanzeige steigt und steigt. Wir fahren ein wenig langsamer, die Nadel fällt. Mhh... gut, denken wir uns uns und fahren mit gleicher Geschwindigkeit weiter. Einige Minuten später kriegt unser Büssli die nächste Wallung. Mhhhhh.... erst 11 Jahre alt und schon in der "Abänderung"?!? Komisch, es heisst ja auch DER Elk und nicht DIE Elk. Irgendwas scheint echt nicht zu stimmen. Ich leg mich also kurz unter den Bus und sehe gleich was unseren Elk so heiss gemacht hat. 100km Rasen mähen ohne einmal den Beutel zu leeren geht einfach nicht;). Kurz danach hängt der Haufen Heu nicht mehr vor dem Kühler sondern liegt auf der Strasse. Cool fahren wir weiter nach Bulawayo.

Kulturtag. Fest davon überzeugt, dass heute Dienstag ist machen wir einen Spaziergang zum Art Museum. Die Tür steht offen, eine nette junge Dame sitzt am Empfang. Wie wollen unsere Tickets lösen. "Sorry, we are closed." "Was closed, warum? "Äs isch Zischtig!" "No, sir, it's monday, and on mondays we are closed." "Das cha doch ned sii!!" Und so weiter und so fort. Nachdem mir die nette Dame auf ihrem Handy gezeigt hat, dass es wirklich Montag ist und ich auf meinem Handy vergewissert habe, dass sie mich nicht verscheissern will, zotteln wir - peinlich betroffen - ab. Wer merkt sich auch nach sechs Monaten Reisen die Wochentage;)....

Wir verschieben den Kulturtag auf morgen Dienstag;) und erkunden heute halt ein wenig die Gegend. Wir fahren in den Matobo Nationalpark und besichtigen Cecile Rhodes Grabstätte - "The View of the World". Echt wunderschön!

Kultur will nicht. Oder zumindest nicht mit uns;). Caro's Hand-, Knie- und Fussgelenke machen ihr seit einigen Tagen Sorgen. Heute sind sie so angeschwollen, dass an "gehen" nicht zu denken ist. Wir entschliessen uns also - schweren Herzens - dieses fantastische Land auf schnellstem Weg Richtung Südafrika zu verlassen um in Pretoria zum Arzt zu gehen.

In den wenigen Tagen in Simbabwe gewesen sind haben wir nur positive Erlebnisse gemacht. Wir kommen wieder, keine Frage... (und Herr M. aus Z. macht es ja auch nicht mehr so lange. Hoffentlich.)

Alles Liebe

Caro und Marcel

PS: Heute - 07.05.10 - geht es Caro viel besser. Also, kein Grund zur Sorge.

Kommentare:

Marcel hat gesagt…

Hallo Ihr beiden,

ich hänge gerade in Luanda fest und wollte fragen, ob Ihr nicht zufällig in der Gegend seit. ich könnte einen Lift richtung N'zero gebrauchen, da meine Karre da immernoch rum steht.

Viele Grüße aus Luanda Marcel

Elk-on-Tour hat gesagt…

Hallo Marcel
Mhhh... Luanda ist noch nicht in Sichtweite. Wir passieren die Grenze zu Angola erst am 30.05. Hoffe du hast bis dann keinen Bedarf mehr für einen Lift;)... Wär toll dir über den Weg zu fahren...
Alles Liebe

Marcel

Marcel hat gesagt…

Hat sich mitlerweile erledigt, das Auto ist in Luanda, weis nur leider immer noch nicht wie es weiter geht.
Hoffe auch das wir uns sehen.

Gruß

Marcel